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Subject: de.comp.os.unix.linux.infos - FAQ (section1)

This article was archived around: Sat, 28 Aug 2004 13:42:33 +0000 (UTC)

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Archive-name: de/comp/linux/dcoul-faq/section1 Posting-frequency: monthly Last-modified: 2004-08-28 15:39:54 Version: CVS revision 1.60 URL: http://www.dcoul.de/faq/
http://www.dcoul.de/faq/ _________________________________________________________________ 1. Fragen zu ISPs, Mail, News und Mailboxnetzen (Fido/ZConnect) 1.1 Wie kann ich Mails und News offline lesen, also ohne dabei dauernd eine Verbindung zum Internet haben zu müssen? Zu den News gibt es eine sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitung von Markus Voss, zu finden unter http://www.uni-koeln.de/~acp66/, die die Einrichtung eines lokalen Newsservers (INN) beschreibt. Eine Alternative für einen kleinen Newsfeed bzw. den typischen Ein-Benutzer-Rechner ist Leafnode, zu finden unter http://www.leafnode.org/. Beim Betrieb eines lokalen Newsservers ist darauf zu achten, dass dabei korrekte Message-IDs (eindeutige ID eines jeden Newsartikels) erzeugt werden. Informationen dazu finden sich in der Message-ID-FAQ unter http://www.hanau.net/usenet/faq/messageid.php. 1.2 Gibt es für Linux ein Fido-Pointprogramm? Software zur Einrichtung eines Fido-Points gibt es per ftp auf ftp://ftp.gwdg.de unter /pub/linux/fido. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage von Roland Rosenfeld: http://www.spinnaker.de/FidoPnt/ Wie mir mitgeteilt wurde, funktioniert die dort beschriebene Vorgehensweise allerdings nicht mehr mit der aktuellen Version von Fidogate, die Dokumentation von Fidogate wurde aber bezüglich der Einrichtung von Points überarbeitet. Alternativ gibt es ein fertiges Pointpaket per ftp von ftp://ftp.fido.de. Weitere Informationen zu FIDO unter Linux sind unter http://control.zcu.cz/~flidr/fido/ zu finden. 1.3 Gibt es für Linux ein ZConnect-Pointprogramm? Nicht im herkömmlichen Sinne, aber es gibt eine Gatewaysoftware, mit der ein ZConnect-System in einen ganz normalen News- und Mailserver eingebunden werden kann. Das Paket heißt Unix-Connect und ist auf ftp://ftp.dinoex.org/pub/unix-connect/ zu finden. Unix-Connect kann zusammen mit einem lokalen Newsserver (INN) auch als Point eingerichtet werden. Zur Einrichtung eines lokalen Newsservers verweise ich auf Wie kann ich Mails und News offline lesen. 1.4 Kann ich CrossPoint unter Linux verwenden? Ja, CrossPoint läuft im DOSEmu, zumindest mit analogen Modems. Bei einigen funktioniert es auch mit ISDN-Karten, jedoch scheint es dabei gelegentlich Probleme zu geben. Nach der Freigabe der Sourcen durch den Autor Peter Mandrella haben sich zwei Teams gebildet, die CrossPoint unabhängig weiterentwickeln. Zumindest OpenXP http://www.openxp.de <http://www.openxp.de/> hat auch einen Linux-Port im Programm. 1.5 Warum stellt mein tin (Newsreader) statt Umlauten nur Fragezeichen dar? In Tin ist eine Funktion enthalten, die überprüft, ob die in einem Artikel enthaltenen Zeichen auf dem System überhaupt dargestellt werden können. Dazu greift der Tin auf die Locales zurück. Falls das nicht korrekt funktioniert, liegt meist ein Problem mit den Locales vor. Siehe dazu: "Wie ist das mit den Locales?". Führt auch das nicht zum Erfolg, sind wahrscheinlich die Locale-Dateien unvollständig oder gar nicht installiert. In diesem Fall besteht (neben der Installation aktueller Locales) noch die Möglichkeit, zur brute force-Methode zu greifen und den Tin aus den Sourcen mit der Option --disable-locale selbst zu compilieren. In diesem Fall werden die Locales völlig ignoriert und jedes Zeichen als darstellbar bewertet. Diese Lösung sollte aber wirklich nur im Notfall angewandt werden. 1.6 Wie kann ich mit Linux über T-Online in Netz kommen? Informationen zur Konfiguration des Systems zur Nutzung des T-Online-PPP-Zuganges finden sich unter http://home.t-online.de/home/albert.rommel/ppp.htm bzw. http://home.t-online.de/home/albert.rommel/linux/. Kurzüberblick: Die Verbindung zu T-Online wird über PPP aufgebaut. Die Authentifizierung erfolgt durch PAP. Der Benutzername entspricht dabei Zugangskennung + T-Online Nummer + Mitbenutzernummer (4-Stellig). Das Passwort dem gewohnten T-Online Passwort. Die Zugangsnummer ist sowohl für ISDN als auch für Modem 0191011. Die ISDN Verbindung erfolgt nicht über RawIP. Die IP wird dynamisch zugewiesen. Der Nameserver hat die IP 194.25.2.129. 1.7 Wie kann ich die dynamisch vergebene IP-Adresse meines Rechners herausfinden? Dazu gibt es (mindestens) zwei Lösungen: -Die diversen PPP-Daemonen (pppd, ipppd,...) rufen nach erfolgtem Verbindungsaufbau das Skript /etc/ppp/ip-up auf. Dieses bekommt die zugeteilte IP-Adresse als vierten Parameter übergeben. Durch Einfügen von echo $4 > /var/run/aktuelleIP kann man sie speichern. Fügt man zusätzlich rm -f /var/run/aktuelleIP in /etc/ppp/ip-down ein, kann man als Bonus durch test -f /var/run/aktuelleIP überprüfen, ob man online ist. Lesehinweise: pppd (8), ipppd (8) -Die zweite Variante funktioniert mit beliebigen IP-Netzwerkinterfaces: env LC_ALL=C /sbin/ifconfig Devicename | sed -n '/addr:/s/ [^r]*..//gp' Devicename ist an die eigene Konfiguration anzupassen. Bei einer Modemverbindung ppp0, beim ersten ISDN-SyncPPP-Device ippp0, bei ISDN-rawIP isdn0, ... 1.8 Ich benötige einen ordentlichen telnet- oder ssh-Client für Windows. Diese Frage ist in de.comp.os.unix.* offtopic. putty <http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/>, teraterm-pro <http://hp.vector.co.jp/authors/VA002416/teraterm.html> mit ssh-Plugin <http://www.zip.com.au/~roca/ttssh.html> oder SecureCRT <http://www.vandyke.com/>. 1.9 Wie kann ich die Systemzeit meines Rechners mit Timeservern im Internet abgleichen? Für Rechner ohne dauerhafte Internetverbindung ist chrony <http://chrony.sunsite.dk/> die genaueste Lösung. Eine Alternative mit geringerem Konfigurationsaufwand (dafür aber auch weniger genau) ist der regelmäßige Einsatz von ntpdate (mit Option -B). Von netdate ist abzuraten, da es die Systemuhr direkt umstellt, anstatt sie eine gewisse Zeit lang schneller oder langsamer laufen zu lassen und daher Zeitsprünge verursacht. Manche Programme, z.B. make, kommen damit nicht zurecht. Überdies ist netdate berüchtigt dafür, in manchen Fehlerfällen (Zielserver wird via UDP angesprochen und auf dem Port läuft ein anderer Dienst bzw. der Time-Dienst ist falsch konfiguriert) die Zeit ins Jahr 2038 zu stellen. Desweiteren ist der klartext-basierte Time-Dienst auf immer weniger Server zu finden. 1.10 Welchen ftp-Daemon soll ich verwenden? Wenn du nicht unbedingt ftp brauchst, solltest du darauf verzichten, denn bei ftp wandert das Passwort wie bei telnet im Klartext über die Leitung. Für anonymen Zugang ist http eine brauchbare Alternative. Abgesehen davon zahlt es sich aus, einen möglichst fehlerfreien, sicheren ftp-Daemon zu verwenden, du sparst dir dadurch viel Arbeit, weil du nicht jeden Monat wegen eines Sicherheitslochs ein Update durchführen musst. Deshalb sollte man auf wu-ftpd verzichten, er ist in der Vergangenheit zu oft negativ aufgefallen. ProFTPd steht etwas besser da, aber auch ihn sollte man wirklich nur einsetzen, wenn man die enorme Menge Optionen und Features braucht. Andernfalls empfiehlt sich der Einsatz einer der kleinen, schlanken Alternativen, die meisten Linux-Distributionen beinhalten mindestens einen davon (RedHat beispielsweise vsftpd). * vsftpd <http://vsftpd.beasts.org> * oftpd <http://www.time-travellers.org/oftpd/> * twoftpd <http://untroubled.org/twoftpd> * PureFTPd <http://www.pureftpd.org> * muddleftpd <http://gd.tuwien.ac.at/infosys/servers/ftp/muddleftpd> * publicfile <http://cr.yp.to/publicfile.html> Lesetipp: http://www.linuxmafia.com/pub/linux/security/ftp-daemons _________________________________________________________________ Build: 28.08.2004